Digitale Transformation: Ideen vom Nachwuchs

In Kürze: Wie revolutioniert die digitale Transformation die Bildung der Berufe im Gesundheitswesen? Das Careum Working Paper 8 liefert dazu Postulate und Handlungsempfehlungen. Wir präsentieren einige Aspekte daraus im Careum Blog. Im vierten und letzten Teil geht es darum, wie die Studierenden eingebunden werden können.

Studierende orten Nachholbedarf

Im Careum Working Paper 8 kommen auch Studierende der Fachgebiete Pflege, Physiotherapie, Radiotechnologie und Medizin zu Wort.  Jana Aulenkamp und Matthias Kaufmann aus Deutschland, Bernhard Guggenberger aus Österreich und Joachim Scherrer aus der Schweiz bringen klare Haltungen und Forderungen an die Aus- und Weiterbildung ein. Dazu gehört, dass auch Studierende in aktuelle Entwicklungen sowie in die Curriculumsentwicklung miteinbezogen werden. Co-Design und die interprofessionelle Zusammenarbeit schon in der Ausbildung zu erproben, sind wichtige Forderungen.

Studierende am Careum Dialog 2019 (Foto: Frederike Asael)(Foto:
Studierende am Careum Dialog 2019 (Foto: Frederike Asael)

Aus der Sicht des Nachwuchses gibt es eindeutig Nachholbedarf. Die digitale Transformation der Lehre zusammen mit dem Thema «digitale Transformation der Medizin» sollte in den verschiedenen Gesundheitsfachberufen zum Lehrinhalt werden. Studierende und Berufstätige können sich damit ideal auf die digitalisierte Versorgung der Zukunft vorbereiten. Digitalisierung wird dann selbstverständlicher Bestandteil der eigenen Profession.

Ideen für Lehre, Lehrinhalte und Kompetenzen

Kommunikationskompetenzen sollen im Fokus stehen, digital und im direkten Austausch im Gespräch. Welche Potenziale und Beschränkungen digitale Technologien mit sich bringen, soll gemeinsam erörtert werden. Wo sich neue Möglichkeiten aber auch Gefahren eröffnen im Umgang mit Netzwerken, Apps und Internet soll kritisch reflektiert werden. Dazu gehört auch ein wachsendes Bewusstsein für Veränderungen. Ganz praktisch im Aus- und Weiterbildungsportfolio sind aus Sicht der Studierenden heute fortgeschrittene Kenntnisse in Statistik, Grundlagen der Programmierung, Kenntnisse zu Datensicherheit und Datenschutz sowie Ethik und Aktzeptanzforschung.

Selbstbild und Modernisierung

Wichtig für die junge Generation ist auch der Bezug zum eigenen Selbstbild und wie sie sich in Innovationen einbringen. Hierzu mehr im Video-Statement von Jana Aulenkamp.

Auch Dozierende erkennen Chancen in der Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs, um neue Wege zu erschliessen. Hierzu mehr im Video-Statement von Heidi Höppner.

Nachwuchs einbinden

Wie Basisfertigkeiten und Kerncurriculum aufeinander abgestimmt sind, werden je nach dem bestimmt, welche Ausbildungsinhalte für die einzelnen Berufsgruppen relevant sind und wo der interprofessionelle Kontext hohe Bedeutung hat. Die Digitale Transformation bietet Chancen, gemeinsam mit dem Nachwuchs Konzeption und Ausgestaltung von Lehrkonzepten vor Ort zu realisieren.

Die Universität Witten/Herdecke schreitet mit Beispiel voran. Sie bildet Lehrende und Studierende als Tutorinnen und Tutoren aus für die Implementierung der digitalen Medizin. Dabei entstehen auf beiden Seiten Synergieeffekte für die Lehre.

Mehr erfahren

Blogreihe zum Careum Working Paper 8: Teil 1 Co-Design als Schlüssel
Blogreihe zum Careum Working Paper 8: Teil 2 Digitale Lerntechnologien und Kompetenzen
Blogreihe zum Careum Working Paper 8: Teil 3 mit einer eindrücklichen Patientengeschichte zum Thema Künstlicher Intelligenz

Literatur

Kuhn, S., Ammann, D., Cichon, I., Ehlers, J., Guttormsen, S., Hülsken-Giesler, M., Kaap-Fröhlich, S., Kickbusch, I., Pelikan, J., Reiber, K., Ritschl, H. und Wilbacher, I. (2019) Careum Working Paper 8 – long version: «Wie revolutioniert die digitale Transformation die Bildung der Berufe im Gesundheitswesen?»

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Careum Working Paper 8: PDF
Kurzfassung des Careum Working Paper 8: PDF

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Sie möchten ein gedrucktes Exemplar des Working Papers 8 oder der Kurzfassung? Bestellungen nehmen wir gerne unter info@careum.ch entgegen.

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  • Wie kann die Bildung der Gesundheitsberufe die digitale Transformation meistern?
  • In welchen Gebieten wird der Nachwuchs heute schon einbezogen?
  • Wie holen wir den Nachholbedarf rechtzeitig auf?
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Yvonne Vignoli

Wissensmanagement, Webentwicklung, Web- und Lerntechnologien bei Careum Bildungsentwicklung – seit September 2014 Meine Arbeitsfelder der letzten Jahre Konzeptarbeit für Lernen mit neuen Medien und Internet in Bildungsinstitutionen Dozententätigkeit und Projektmanagement – Ausbildung der Ausbildenden, Webauftritte, Projekte mit Social Media Plattformen

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