Gesucht: Neue Helden im Gesundheitswesen

In Kürze: Sind Sie bereit, die neuen Heldinnen und Helden im Gesundheitswesen zu unterstützen? Dann sollten Sie jetzt eine entsprechende Ausbildung ins Auge fassen. Im Interview geben Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner von der Careum Laufbahnberatung Auskunft darüber, wie Sie sich trotz oder gerade wegen der Corona-Krise im Gesundheitswesen beruflich neu orientieren können.


Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner, Sie bilden das Team der Careum Laufbahnberatung. Beeinflusst die Corona-Krise Ihre tägliche Arbeit als Laufbahnberaterinnen?

«Ja, das hat natürlich auch Einfluss auf unsere Arbeit bei der Careum Laufbahnberatung. Wir sind beide im Homeoffice tätig und können unsere Kundinnen und Kunden nicht mehr persönlich vor Ort in Aarau oder Zürich empfangen. Aber wir können unser gesamtes Angebot trotzdem aufrechterhalten.

Insbesondere im Bereich der Onlineberatung machen wir gute Erfahrungen. Unsere Tools ermöglichen es, dass wir unseren Bildschirm mit Kundinnen oder Kunden teilen können. So haben wir eigentlich die gleichen Möglichkeiten wie in einem persönlichen Gespräch vor Ort. Websites und Angebote können wir virtuell direkt mit den Kundinnen und Kunden anschauen und besprechen. Eine persönliche und effiziente Beratung ist also auch in dieser Zeit sehr gut möglich.»

Das Team der Careum Laufbahnberatung: Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner (v.l.) | Quelle: Careum
Das Team der Laufbahnberatung: Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner. Bild: Careum

Und wie sieht es mit den Anfragen für Beratungen aus? Sind diese seit den einschneidenden Corona-Massnahmen Mitte März zurückgegangen?

«Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es gibt über das ganze Jahr hinweg immer wieder Schwankungen bei der Anzahl der Anfragen. Wir nehmen an, dass viele Menschen einige Zeit benötigen, um in dieser schwierigen Zeit wieder so etwas wie einen Alltag gestalten zu können. Aktuell stellen wir aber fest, dass die Anfragen wieder zunehmen. Es gibt zum Beispiel Personen, die in Zeiten von Corona Ferien nehmen müssen und sich deshalb über eine Neuorientierung Gedanken machen.»

Welche Auswirkungen könnte die Corona-Krise auf das Interesse an Gesundheitsberufen haben?

«Wir können uns vorstellen, dass die Nachfrage nach Gesundheitsberufen steigt. Ein Blick in die Medien zeigt, dass die neuen Heldinnen und Helden in dieser Krise Menschen sind, die im Gesundheitswesen arbeiten. Menschen, die Tag für Tag bereit sind, sich unter teilweise schwierigen Bedingungen und mit unterschiedlichen Aufgaben für erkrankte Personen einzusetzen. Es wird sichtbar, dass Berufe im Gesundheitswesen wichtig, herausfordernd, anspruchsvoll, vielseitig und sinnstiftend sind.

Die neuen Heldinnen und Helden in der Corona-Krise sind Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten.

Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner, Careum Laufbahnberatung

Vielleicht schärft sich dadurch auch das Berufsbild der Pflegenden gegen aussen. Es ist derzeit einfacher aufzuzeigen, was Gesundheitsfachpersonen alles leisten. Und vielleicht sind viele interessierte junge Menschen, aber auch Quereinsteigende gerade durch diese Krise motiviert, einen Beruf im Gesundheitswesen zu wählen oder sich in diesem Bereich weiterzubilden.»

Wie ist es in der aktuellen Situation möglich, sich für einen Pflegeberuf zu bewerben?

«Der Bedarf nach ausgebildetem Pflegepersonal ist nach wie vor riesig. Wir wissen, dass es zum Beispiel im Bereich der Höheren Fachschule (HF) Pflege, auch für dieses Jahr noch Ausbildungsplätze gibt, sowohl für Vollzeit- wie auch für Teilzeitausbildungen.

Im Moment ist es nicht möglich alle Schritte des Zulassungsverfahrens für eine Ausbildung im Gesundheitswesen zu absolvieren, auch nicht für die HF Pflege. Die Spitäler haben aktuell keine Kapazität, Personen für ein Schnupperpraktikum oder ein Eignungspraktikum aufzunehmen. Auch den obligatorischen Multicheck kann man im Moment nicht absolvieren.»

Was raten Sie denn nun Interessierten, die eine Ausbildung im Gesundheitswesen ins Auge fassen?

«Wir empfehlen allen Interessierten, sich bereits jetzt auf die Situation nach der Corona-Krise vorzubereiten. Es lohnt sich etwa, den Lebenslauf und das Bewerbungsdossier zu aktualisieren, nach freien Ausbildungsplätzen in Institutionen Ausschau zu halten, ein entsprechendes Bewerbungsschreiben zu erstellen, sich für den nächsten Multicheck anzumelden und sich darauf vorzubereiten. So ist man bestens dafür gewappnet, in der Zeit nach Corona die Schritte für das Zulassungsverfahren rasch und zielgerichtet in Angriff zu nehmen.»

Wir empfehlen allen, die sich für Gesundheitsberufe interessieren, sich bereits jetzt auf die Situation nach der Corona-Krise vorzubereiten.

Caroline Hofmann und Marlène Wälchli Schaffner, Careum Laufbahnberatung

Das Gesundheitswesen bietet so viele Möglichkeiten. Wie findet man da den passenden Beruf oder die richtige Laufbahn für sich selber?

«Wir beraten Sie gerne telefonisch, per Mail oder per Videokonferenz. Bei der Careum Laufbahnberatung erhalten Sie eine umfassende und neutrale Beratung zu den vielfältigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen über sämtliche Bildungsstufen hinweg. Wir schauen gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden an, welche Aus- oder Weiterbildung am besten passt. Wir bieten auch Unterstützung bei komplexen Beratungs- und Coaching-Situationen.»

Wo können sich Interessierte zusätzlich über Gesundheitsberufe oder Weiterbildungsangebote informieren?

«Das Careum Bildungszentrum führt seine Informationsveranstaltungen für die Gesundheitsberufe der Höheren Fachschulen derzeit online durch. Die Careum Hochschule Gesundheit und Careum Weiterbildung bieten jeweils individuelle Beratungen an.»


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Fabio Mauerhofer

Mitarbeiter Kommunikation bei der Careum Stiftung

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