Problem-based Learning – Kompetenzen erwerben für heute und morgen

Habe ich die richtige Entscheidung getroffen?

Diese Frage steht meistens dann im Raum, wenn wir uns die Fülle des Wissens und die vielfältigen Wahlmöglichkeiten die unsere Gesellschaft für uns bereithält, anschauen. Dies betrifft das private Leben genauso wie das Berufsleben. Aus dieser Wissensflut eine Auswahl zu treffen, ist nicht so einfach. Möglicherweise treffen wir in diesem Fall sogar keine Entscheidungen.

Gross fasst dies bereits 1994 in den Begriff «Multioptionsgesellschaft». In solch einer Gesellschaft, die sich immer wieder transformiert, in der ein nahezu unendliches Fachwissen für die Berufspraxis zur Verfügung steht, müssen Studierende lernen, dieses Wissen zu recherchieren, zu strukturieren, mit dem Handeln zu verknüpfen und zu begründen. Diesem Anspruch will die Bildung gerecht werden.

Problembasiertes Lernen
fördert überfachliche Kompetenzen

Problembasiertes Lernen (PBL) wird von der Lern- und Lehrforschung als Konzept, Lernform oder Methode beschrieben. Es fördert bei den Studierenden das lebenslange, selbstverantwortliche Lernen und begünstigt, dass Wissen auf komplexe Situationen der Berufswelt übertragen werden kann.

Ende der 1960er Jahre von Barrows in Kanada entwickelt, hat PBL inzwischen seine Verbreitung in der Ausbildung in unterschiedlichen Bildungsstufen rund um die Welt gefunden. Die Vorteile von PBL, aber auch Kritik wurden vielfältig publiziert.

Ein identisches Konzept Problembasiertes Lernen, bzw. Problem-based Learning gibt es allerdings nicht. Unter dem Namen PBL haben sich zudem verschiedene Adaptionen oder hybride Formen etabliert. Auch Inquiry-based Learning oder Projekt-based Learning, obwohl älteren Ursprungs werden als Adaptionen von PBL diskutiert. Diese Konstellation erschwert es in der Fachwelt zu vergleichbaren Aussagen, beispielsweise zur Effektivität von PBL zu kommen.

Auch in Europa, das sehr stark von der Definition und Gestaltung des Problem-based Learning der Universität Maastricht, NL und der dort entwickelten Siebensprung-Methode geprägt ist, kann nicht von einem einheitlichen Verständnis von Problembasiertem Lernen ausgegangen werden. Jedes Mal, wenn ich auf einem Kongress zum Problembasierten Lernen bin, wird für mich aufs Neue deutlich, wie viele Adaptionen inzwischen erfolgreich eingesetzt werden.

Beispiel Blockaufgabe. Den meisten adaptierten Formen von PBL lassen sich dennoch einheitliche Kernelemente zu ordnen.

So sind die komplexen, praxisnahen, möglichst authentischen Situationen (siehe Auszug Blockaufgabe) der zentrale Ausgangspunkt des Lernens. Diese lösen einen kognitiven Konflikt aus und motivieren die Studierenden, sich mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen.

Über die Erinnerung an ähnliche Situationen oder Emotionen werden Assoziationen geweckt und Vorwissen aktiviert.

Über die Kollaboration mit den Gruppenmitgliedern in Tutoraten bilden sich Wissensstrukturen. Durch Diskussionen und Entscheidungen filtert sich heraus, welches Wissen fehlt, um in der bestehenden Situation handeln, bzw. sie verstehen zu können. Dies wird in Lernzielen beschrieben und anschliessend gemeinsam erarbeitet.

Die an den Wissenserwerb und dessen Präsentation anschliessende Reflexion unterstützt die kognitive Vernetzung. Die Studierenden nutzen diese Erkenntnisse für nachfolgende ähnliche Situationen.

Wenn die Umsetzung von PBL in dieser Form gelingt, entwickeln die Studierenden Kompetenzen, bzw. Fähigkeiten, um in der Berufswelt Situationen frühzeitig zu erfassen. Sie können Prioritäten setzen, aus der Fülle von Handlungsmöglichkeiten die Passende auswählen und so effizient handeln. Neben dem Erwerb von anwendbarem Wissen werden durch das Lernen in der Kleingruppe, der Reflexion des Lernprozesses, etc. auch die überfachlichen Kompetenzen (Sozial- und Selbstkompetenzen) gefördert.

Solche Kompetenzen unterstützen die Studierenden sich in der Vielfalt unserer Wissenswelt, der Multioptionsgesellschaft, wie Gross (1994) sagen würde, zu orientieren, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen.

Problembasierte Curricula für Gesundheitsberufe

Wer sich für weitere Ausführungen zum Problembasierten Lernen oder zur Curriculumentswicklung interessiert erfährt hier mehr: «Aufwärts in der Schweiz - Problembasiertes Lernen», Riedo 2006 (PDF, 260KB).

Die Careum Stiftung  hat sich vor mehr als zehn Jahren für dieses Konzept entschieden, um Modell-Curricula für Gesundheitsberufe gemeinsam mit Partnern und Fachleuten aus Wissenschaft und Berufspraxis zu entwickeln. Heute wird in den Institutionen des Curriculumverbunds Problembasiertes Lernen erfolgreich umgesetzt.

Curriculumsverbund «Fünf starke Partner»
Curriculumsverbund_Problem_basiert_Lernen_01
 - BZGS
 - BZSL
 - CBZ
 - BGS
 - Careum










Klicken Sie auf die Bilder unten, um einen Einblick in die Bildungszentren BZGS, St. Gallen und CBZ, Zürich zu erhalten.


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Neben der Lernform Problem-based Learning kommt in diesen Curricula auch die Lernform Skillstraining zum Einsatz. Beide Lernformen sind miteinander verknüpft und fördern das Zusammenspiel von Wissen und Handeln. Weiterführende Konzepte wie das Cognitive Apprenticeship Modell (siehe Riedo 2006, S. 42/43) unterstützen den Aufbau von Kompetenzen am Lernort Berufspraxis.

Mehr lesen zu Skillstraining mit Simulationspatienten: «Fast wie echt - Skillstraining mit Simulationspatienten», Schroeder 2008 (PDF, 180KB).

In einer wissenschaftlichen Untersuchung analysierte das Institut für Wirtschaftspädagogik (IWP) der Universität St Gallen am Beispiel der Pflegeausbildung, ob mit den Problembasierten Curricula Handlungskompetenzen für die Berufspraxis erworben werden können. Übergeordnet zeigt sich, dass sich die Absolventinnen in der beruflichen Praxis bewähren und insbesondere die überfachlichen Kompetenzen mit Problembasiertem Lernen gefördert werden können (Bauer-Klebl, Gomez 2014).

Diese «Zusammenfassung der Ergebnisse» stellt die wesentlichen Erkenntnisse vor, Bauer-Klebl, Gomez, Schäfer 2012 (PDF, 170KB).

Auch die Implementationen der Problembasierten Curricula wurden vom IWP der Universität St. Gallen wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die daraus resultierenden Erkenntnisse flossen direkt in die Umsetzung ein und wurden auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass es für die Studierenden und Lehrpersonen herausfordernd ist, Problembasiertes Lernen umzusetzen. Dies betrifft beispielsweise ihr Rollenverständnis oder wie Tutorate und Skillstrainings gestaltet werden. Alle Beteiligten sind gefordert, sich selbst und den Lern-/Lehrprozess zu reflektieren. Ausserdem müssen sie sich Feedback geben und auf diesen Paradigmenwechsel einlassen (Bauer-Klebl, Gomez 2010).

Inzwischen wurden in den Bildungsinstitutionen des Curriculumverbunds unterschiedliche Weiterentwicklungen vorgenommen, um die Effekte von PBL zu verstärken. So wird inzwischen Methodenvielfalt in den Phasen und Schritten innerhalb der Lernformen gelebt und eine umfassendere Reflexion eingebaut. Zudem werden mehr Möglichkeiten des Blended-Learnings genutzt. Diese Weiterentwicklungen des Problem-based Learning im Curriculumsverbund wird aktuell im Rahmen eines Projektes untersucht.

Kongress Problem-based Learning

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In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Kongress Problem-based Learning – Kompetenzen fördern – Zukunft gestalten aufmerksam machen. Am 16. und 17. Juni 2016 treffen sich internationale und nationale Fachpersonen aus Forschung, Lehre und Praxis, um sich über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Umsetzungserfahrungen zu PBL und verwandten Ansätzen auszutauschen und kritisch miteinander zu diskutieren.

Ihre Meinung? Ihr Kommentar interessiert mich bereits heute!

Was sind Ihre Erkenntnisse und Anliegen zur Umsetzung von Problembasiertem Lernen?

Können mit Problem-based Learning Handlungskompetenzen für eine Berufswelt 2030 erworben werden?

Lesenswert

«Bauer-Klebl A., Gomez J. Qualitätsfaktoren von problem-based Learning (PBL). Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 106. Band, Heft 3, 2010, 399-426»

Bauer-Klebl A., Gomez J. Handlungskompetenzen von diplomierten Pflegefachpersonen HF mit PBL-Ausbildungshintergrund in der beruflichen Praxis. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 110. Band, Heft 1, 2014, 18-36»

Gross P. Die Multioptionsgesellschaft. Suhrkamp. Frankfurt a.M. 1994 (10. unver. Aufl. 2005)


 

Gabriele Schroeder

Gabriele Schroeder, Dipl. Pflegewirtin, Gesundheits- und Pflegewissenschaften (FH) ist für Careum tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Problembasiertes Lernen, die Entwicklung von Lern- und Lehrmittel für Gesundheitsberufe und interprofessionelles Lernen und Lehren.

17 thoughts on “Problem-based Learning – Kompetenzen erwerben für heute und morgen

  • 2015-09-28 at 06:18
    Permalink

    Liebe Frau Schroeder

    Danke für diesen interessanten Artikel.
    Wollte mich natürlich gleich am Sonntag schlauer machen in Sachen der von Ihnen unten aufgeführten Literatur, wie z.B.

    “Bauer-Klebl A., Gomez J. Qualitätsfaktoren von problem-based Learning (PBL). Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 106. Band, Heft 3, 2010, 399-426”

    Konnte aber leider auf dem Internet nichts finden. Gibt es für die Referenzen am Ende des Beitrages noch Links / URLs wo man diese Beiträge einsehen könnte?

    Vielen Dank.
    urs

    Reply
    • 2015-09-28 at 08:54
      Permalink

      Lieber Herr Gattiker
      Herzlichen Dank für die Frage zur aufgeführten Literatur.

      Die Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik stellt leider keine Volltexte Online zur Verfügung. Diese können nur innerhalb einer Bibliothek eingesehen werden oder vom Verlag direkt erworben werden. Ich habe mich aber bei den Autoren erkundigt, ob vielleicht der Volltext des Artikels zugänglich gemacht werden kann.

      Für den Beitrag von 2014 gibt es einen Link zur Kurzversion des Textes. http://elibrary.steiner-verlag.de/handlungskompetenzen-von-diplomierten-pflegefachpersonen-hf-mit-pbl-ausbildungshintergrund-in-der-beruflichen-praxis.html/.

      Haben Sie gesehen, dass in meinem Blogbeitrag eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse enthalten ist? ==> http://www.careum.ch/documents/20181/56162/Bericht+der+Nachfolgeevaluation+HF+Pflege/20f76869-caca-4edf-8bd0-46b0d683d66b?version=1.1. Vielleicht beantwortet das auch Ihre Frage?

      Was mich interessieren würde: Welche anderen Themen zu Problem-based Learning fänden Sie wichtig, zu denen LeserInnen im Blog Literaturhinweise gebrauchen könnten?

      Freundliche Grüsse, Gabriele Schroeder

      Reply
      • 2015-09-29 at 05:39
        Permalink

        Liebe Frau Schroeder

        Danke für die nette Antwort inklusive der Links welche ich mir natürlich sofort angeschaut habe.

        Hoffe auch die Autoren machen die Volltexte zugänglich. Etwas was ja auch in deren Interesse sein sollte (grössere Verbreitung derer Arbeit).

        Problem-based learning is sicherlich interessant. Doch primär basiert dies auf der Idee die Transferability der Skills zu verbessern. Will heissen, das Gelernte auch im Beruf / Arbeitsstelle anwenden zu können.

        Trotzdem braucht es natürlich “declarative knowledge” oder theoretisches Verständnis um diese Dinge anwenden zu können (z.B. declarative vs. procedural knowledge/skills). Das ist sicherlich im Unterricht die Herausforderung.

        Lernende zu motivieren sich die Theorie anzueignen, ist nicht einfach. Sie bevorzugen fast immer das Praktische auch im Unterricht. Doch ohne Theorieverständnis geht es wohl kaum ob Medizin, Marketing, Informatik oder Chemie.

        Diese Thematik und Problematik ist auch sehr gut illustriert mit Patient Empowerment (Careum Blog). Hier sind Wissen, Risiko-Abschätzung, usw. aus der Perspektive der Aerztin wie auch des Patienten sehr wichtig ===> http://blog.careum.ch/blog/selbsthilfegruppe-patientenorganisation-2/

        Aber ohne Theorieverständnis klappt die Umsetzung von Patient Empowerment in die Praxis nicht.

        Danke für diesen Austausch.
        Freundlichst
        Urs

        Reply
        • 2015-09-29 at 16:20
          Permalink

          Lieber Herr Gattiker

          Herzlichen Dank für Ihre wertvollen Gedanken.

          Auch ich würde mich sehr freuen, wenn es gelingen würde die Texte als Vollversion zugänglich zu machen. Sobald ich dazu weitere Informationen habe, werde ich mich umgehend melden.

          Für mich ist Problembasiertes Lernen (PBL) ein sehr erfolgsversprechendes Konzept, um Lernprozesse und Handlungskompetenzen umfassend zu fördern.

          PBL zielt auf den Erwerb von gut verankertem, anwen-dungsorientiertem Wissen ab, das auf Situationen im Berufsalltag transferiert werden kann.

          Das Erlernen der theoretischen Inhalte mittels der Siebensprung-Methode und das Trainieren der Skills sind miteinander verknüpft und optimal aufeinander abgestimmt. Zudem wird an realitätsnahen, komplexen Situationen der beruflichen Praxis gelernt.

          Dieser klar strukturierte Lernprozess wird lernfördernd durch die Lehrpersonen unterstützt.

          Das ist genau die Kombination, die durch eine kontinuierliche Anwendung die Entwicklung einer in der Berufspraxis anwendbaren Problemlösungsstrategie stärkt und die Studierenden auf ihrem Weg dahin motiviert. (siehe dazu auch Riedo 2006 http://www.pflegeportal.ch/pflegeportal/pub/riedo_padua_1324_1.pdf).

          Sie vergleichen zudem diese Thematik mit dem Patient Empowerment. Dies spricht noch einen weiteren Aspekt an.

          Mit dem Problembasierten Lernen eignen sich die Studierenden auch, die sogenannten überfachlichen Kompetenzen an.

          Durch das gemeinsame Lernen in der Kleingruppe lernen sie miteinander zu kommunizieren, zuzuhören, nachzufragen, andere Meinungen zu akzeptieren und sich selbst, die Zusammenarbeit in der Gruppe und den Lernprozess zu reflektieren.

          Dies sind aus meiner Sicht wichtige Voraussetzungen die Patienten und ihre Anliegen ernst zu nehmen, sie als Experten ihrer Gesundheit zu respektieren und sie entsprechend zu unterstützen.

          Mit so einer Grundlage werden die zukünftigen Berufspersonen des Gesundheitswesens bestens für die Zukunft vorbereitet sein.

          Ich freue mich schon heute auf die internationalen und nationalen Referenten am PBL Kongress (http://www.pbl2016.ch/de/deutsch/), die dies aus der Perspektive der Wissenschaft und Praxis beleuchten werden.

          Herzlichen Dank und beste Grüsse
          Gabriele Schroeder

          Reply
          • 2015-09-29 at 16:50
            Permalink

            Liebe Frau Schroeder
            Danke für die Antwort. Sie schreiben:

            PBL zielt auf den Erwerb von gut verankertem, anwen-dungsorientiertem Wissen ab, das auf Situationen im Berufsalltag transferiert werden kann.
            Das Erlernen der theoretischen Inhalte mittels der Siebensprung-Methode und das Trainieren der Skills sind miteinander verknüpft und optimal aufeinander abgestimmt. Zudem wird an realitätsnahen, komplexen Situationen der beruflichen Praxis gelernt.
            Dieser klar strukturierte Lernprozess wird lernfördernd durch die Lehrpersonen unterstützt.

            Doch PBL ist nicht das gelbe vom Ei. Es ist eine von vielen Moeglichkeiten. Ebenfalls hängt es stark von der Lehrperson ab und wie gut diese die Siebensprung-Methode umsetzt. Da sind die Lehrpersonen stark gefordert.
            Die Forscher sind hier auch schon rege am Diskutieren:
            https://www.sbg.ac.at/mediaresearch/zumbach/download/2011_2012/Mueller_Zumbach12.pdf

            Leider habe ich zu diesem Thema keine Meta-Analyse gefunden die vielleicht hier etwas Licht in diese Diskussionen bringen könnte.

            Aber ich stimme natürlich mit Ihnen überein, der Kongress sollte hier einige neue Einblicke ermöglichen.
            Viel Erfolg wünsche ich.
            Freundlichst
            Urs

        • 2015-11-08 at 22:19
          Permalink

          Sehr geehrter Herr Gattiker

          Nun liegt Ihre Frage: Wo Sie Links im Internet zu den beiden Beiträgen von Bauer-Klebl & Gomez finden können, schon ein Weilchen zurück.
          Ich habe in der Zwischenzeit mit den Autoren Kontakt aufgenommen und diese haben das Aufschalten der Vollversionen bewilligt.

          Ich freue mich deshalb Ihnen mitzuteilen, dass es gelungen ist, die Vollversionen der Texte im Internet aufzuschalten.

          Der entsprechende Link befindet sich beim jeweiligen Beitrag.

          Ich hoffe, dass diese Ausführungen Ihnen weitere spannende Einblicke in die Thematik bieten.
          Viel Freude beim Lesen.

          Beste Grüsse
          Gabriele Schroeder

          «Bauer-Klebl A., Gomez J. Qualitätsfaktoren von problem-based Learning (PBL). Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 106. Band, Heft 3, 2010, 399-426»

          Bauer-Klebl A., Gomez J. Handlungskompetenzen von diplomierten Pflegefachpersonen HF mit PBL-Ausbildungshintergrund in der beruflichen Praxis. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 110. Band, Heft 1, 2014, 18-36»

          Reply
          • 2015-11-09 at 07:01
            Permalink

            Liebe Frau Schroeder

            Herzlichen Dank für diese Infos. Da musste ich heute früh zuerst einmal viel lesen … habe ich mit Interesse getan.

            Annette Bauer-Klebl & Jose Gomez bietet mir eine interessante Uebersicht der Ansätze wie dem ‘Ur’ Modell McMaster und dem Case-Based learning.

            Den 2 Artikel derselben Autoren Annette Bauer-Klebl & Jose Gomez “Handlungskompetenzen von diplomierten Pflegefachpersonen HF mit PBL-Ausbildungshintergrund in der beruflichen Praxis” finde ich ebenfalls interessant. Er zeigt die Handlungskompetenzen auf der nach dem PBL Ansatz Ausgebildeten.

            Schön wäre natürlich ein Vergleich zwischen PBL und anderen Ansätzen… welche Auswirkung dies auf Handlungskompetenzen hat. Aber alles kann man nicht haben.

            Nochmals vielen Dank für diese Mühe.
            Grüessli und schöne Woche.
            urs

  • 2015-10-02 at 07:59
    Permalink

    Lieber Herr Gattiker
    In Ihrer letzten Replik auf den Beitrag von Frau Schröder bin ich vor allem an einer Aussage hängen geblieben: „Doch PBL ist nicht das Gelbe vom Ei.“

    Wie soll ich das verstehen? Es sind verschiedene Interpretationen möglich. Zum Beispiel: „PBL taugt nichts!“ oder: „PBL ist nicht das Beste (eben nicht das Gelbe vom Ei!) oder: „PBL hat halt doch auch seine Grenzen“.

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Sie zum Ausdruck bringen wollen: Auch PBL ist nicht eine „Allheil-Methode“ oder ein „Zaubermittel“ im Unterricht. Der problembasierte Ansatz hat neben vielen positiven Effekten auch seine Begrenzungen. Manchmal wird das PBL doch etwas gar „hoch gejubelt“!

    Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Für diese Einschätzung sprechen sowohl (1) Ergebnisse aus der Fachliteratur wie auch (2) meine Eigenerfahrungen.

    (1) Der Experte für PBL, Claude Müller, hat schon 2008 in einem Artikel unter dem Titel „Gestaltung von problembasierten Lernumgebungen“ – eine Analyse aus motivations- und kognitionspsychologischer Sicht“ viele Forschungsergebnisse zusammengetragen und darauf hingewiesen, dass die „ausgewiesenen Effekte (von PBL) eher ernüchternd“ seien (Müller 2008, S. 21) . Dies legt ja auch die Studien von Heidi Müller und Jörg Zumbach nahe, die Sie sozusagen als Beleg anführen, dass „PBL nicht das gelbe vom Ei“ sei.
    Allerdings bedarf diese ernüchternde Bilanz weiterer Erklärung. Müller stellt ausführlich drei möglichen Erklärungsansätzen für die nicht den Erwartungen entsprechenden Effekte von PBL dar:
    1. Die Resultate sind aufgrund von methodologischen Problemen nicht valide
    2. Implementationsprobleme: Kluft zwischen intendiertem und umgesetztem Curriculum
    3. Teilelemente von PBL entsprechen aktuellen lerntheoretischen Erkenntnissen nur bedingt (Untersteuerung des Lernprozesses oder kognitive Überlastung).

    Siehe ausführlicher Müller 2008: http://www.hlh.uzh.ch/Dokumente/ict/Netzwerk_Analyse.pdf
    und Müller 2013: http://www.careum.ch/documents/10180/1311540/Referat+Claude+Müller/caf29c1b-1a3d-44d4-a41c-7cff3573b5e0

    Heidi Müller & Jörg Zumbach deuten in der Zusammenfassung und Diskussion zur Unterrichtseinheit „Mendelsche Vererbungsregeln“ selber an, dass sich beim „reinen“ PBL-Arrangement (d.h. Siebensprung-Methode ohne lernunterstützende Massnahmen von Simulation und Lösungsbeispiel) eine „Überforderung der Lernenden“, also eine „kognitive Überlastung“ eingestellt haben könnte. Nur ist das kein Phänomen, das allein beim PBL auftritt und als grundsätzliches Argument gegen PBL angeführt werden kann. Das richtige Mass zwischen Unter- und Überforderung der Lernenden bei einem bestimmten Thema zu finden, ist nicht nur beim PBL eine grosse Herausforderung an die „adaptive Kompetenz“ der Lehrpersonen, sondern in jedem methodischen Arrangement.

    (2) So müssen wir wohl von jedem didaktisch-methodischen Ansatz und jeder propagierten Unterrichtskonzeption sagen, dass sie keine „Allheil-Methode“ ist – also nie ganz das Gelbe vom Ei! Das ist wenigstens meine persönliche Bilanz aus über dreissigjähriger Erfahrung mit ganz unterschiedlichen Ausbildungs- und Unterrichtskonzeptionen in der Ausbildung von Berufsschullehrpersonen: Ob situations-, handlungs- oder erkenntnisorientierter Unterricht, ob erweiterte Lehr-/Lernformen (ELF) mit Projektunterricht, Lernen an Stationen, Fallstudien; oder ob gestaltete Lernumgebungen mit selbstorganisiertem und kooperativem Lernen, immer wieder habe ich versucht den Studierenden klar zu machen bzw. sie erfahren zu lassen, worin die besonderen „Stärken“ und „Schwächen“ der einzelnen methodischen Arrangements für bestimmte Lernende bestehen.

    Ich stimme mit Ihnen überein, dass PBL und vor allem die 7-Sprung-Methode tat-sächlich eine von mehreren Möglichkeiten ist, lernintensiven Unterricht zu gestalten. Und zudem hängt der Lernerfolg – wie bei anderen Unterrichtskonzeptio-nen auch – massgeblich davon ab, wie gut die Lehrpersonen jeweils das methodische Arrangement für ihre konkret vor ihnen sitzenden Lernenden situativ umsetzen. Und nicht zu vergessen ist, dass auch die Komplexität eines Sachverhaltes für die Wahl des methodischen Arrangements mitentscheidend ist.

    Wir brauchen also solche Studien, wie von Müller & Zumbach durchgeführt. Sie zeigen auf, wo bei den konkreten Methodenarrangements des PBL – auch bei den einzelnen Schritten des Siebensprungs – noch Verbesserungen vorgenommen werden können und müssen. Zum Beispiel durch zusätzliche „instruktionale Unterstützung“ oder durch „neue Informations- und Kommunikationstechnologien wie etwa Simulation“. Als die Siebensprung-Methode an der Uni Maastricht in den 1980er Jahren ausgearbeitet wurde, waren die modernen Medien noch nicht soweit entwickelt wie heute. Nutzen wir sie doch, um das „problembasierte Lernen durch die moderne Unterrichtstechnologie zu bereichern“ (vgl. Müller & Zumbach 2012, S. 2ff).
    …und um das „Gelbe vom Ei“ beim PBL doch noch etwas mehr zum Leuchten zu bringen.

    Freundliche Grüsse, Walter Holdener
    (Pädagoge, Fachdidaktiker für berufskundlichen Unterricht, BB)

    Literatur:
    Müller C.(2013): Aktuelle Diskussionen und Entwicklungen zum Problembasierten Lernen. Fachtagung Curriculumsverbund Problem basiertes Lernen 2013. Zürich: Careum (Int. MS).
    Müller C. (2008) Gestaltung von problembasierten Lernumgebungen (Problem-based Learning). Eine Analyse aus motivations- und kognitionspsychologischer Sicht. In: Netzwerk 1/2008, S. 20 – 33.
    Müller, H. & Zumbach, J. (2012): Probleme selbst lösen oder lösen lassen? Wenn ein aktives Problemlösen zu schlechteren Lernleistungen führt. In: In M. Mair, G. Brezowar, G. Olswoski & J. Zumbach (Hrsg.), Problem-Based Learning im Dialog (S. 371-381). Wien: facultas.

    Reply
    • 2015-10-04 at 09:50
      Permalink

      Lieber Herr Holdener

      Das freut mich, eine solche ausführliche Antwort von einem anderen Leser zu erhalten.

      Ich habe auch die Qualität der Kommentare von Lesern schon hier im Careum Blog angesprochen http://blog.careum.ch/blog/blog-easy-leitfaden/#comments

      Sie schreiben in ihrer Antwort an mich:

      “Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Sie zum Ausdruck bringen wollen: Auch PBL ist nicht eine „Allheil-Methode“ oder ein „Zaubermittel“ im Unterricht. Der problembasierte Ansatz hat neben vielen positiven Effekten auch seine Begrenzungen. Manchmal wird das PBL doch etwas gar „hoch gejubelt“!”

      Da kann ich natürlich nur übereinstimmen. Das ist genau was ich gemeint habe. Es ist eine von vielen Methoden welche wir nutzen können. Aber anhand des z.B. Learning Styles ist diese Methode für bestimmte Schüler oder Studenten nicht ideal.

      Ebenfalls hat das problem-based learning mit der Problematik zu kämpfen, dass es vielleicht 2 Dinge hat:

      1. Das Problem ist ein gut bekanntes, d.h. genau umschrieben. Die Psychologen reden hier von “procedural knowledge”. Der Mensch kann die Abläufe lernen und diese dann “abspulen” ohne allzuviele kognitive Ressourcen zu benötigen.

      2. Die Unterscheidung von “firm-specific” und “general skills” – die ersteren sind wiederum mit den “procedural skills” verwandt. Diese (firm-specific) Schlüsselqualifikationen können nicht unbedingt von Job A auf Job B mitgenommen werden (limitierte “transferability”). General Skills hingegen (z.B. Grundwissen in Mathematik, Chemie, Pharmazie) lassen sich auch in Klinik B nutzen.

      Gattiker, Urs E. (1995) Computer Skills Acquisition: A Review and Future Directions for Research. Journal of Management September 1992 vol. 18 no. 3 547-574 Abgerufen am 4 Oktober, 2015 von http://jom.sagepub.com/content/18/3/547.abstract

      Deshalb bin ich auch noch heute der Meinung, dass Problem-Based Learning viel bringt. Aber wir müssen uns einfach bewusst sein, dass es noch besser funktioniert wenn wir es in Kombination mit anderen Methoden nutzen.

      Nochmals herzlichen Dank für ihre tolle und ausführliche Antwort.

      Urs

      Reply
      • 2015-11-08 at 21:54
        Permalink

        Sehr geehrter Herr Gattiker, lieber Walter

        Herzlichen Dank für die sehr interessanten Ausführungen zum Thema: Ist Problembasiertes Lernen das Gelbe vom Ei oder nicht?

        Ich stimme in vielen Aussagen mit Ihnen überein, vor allen Dingen damit, dass Problembasiertes Lernen nicht ohne Unterstützung durch die Lehrpersonen funktioniert. In meinem privaten Umfeld habe ich erlebt, dass in unterschiedlichen Schulen selbstgesteuertes Lernen eingeführt wurde. Nach einer Instruktion der Schülerinnen und Schüler haben diese Ihre Aufträge alleine und selbstständig abgearbeitet. Für Fragen hatten sie die Möglichkeit die Lehrperson zu kontaktieren.
        Verschiedene Jugendliche waren mit diesem Ansatz komplett überfordert. Viele von Ihnen haben die Zeit als Freizeit genutzt und haben zum Schluss das sogenannte „Berg-Phänomen“ erlebt.

        Hieran zeigt sich ganz deutlich, dass selbstgesteuertes Lernen nicht heisst, die Lerner alleine zu lassen, sich ohne Kompetenzen und Methoden zum Lernen lernen einfach „selbst steuern“ zu lassen.

        Um erfolgreich in einem solchen Setting lernen zu können, benötigen die Lerner entsprechende Fähigkeiten und Methodenkompetenzen. Insbesondere zu Beginn ist es notwendig, dass die Lehrperson den Lernprozess begleitet und unterstützt. Je versierter die Studierenden sind, umso weniger wird die Lehrperson benötigt.
        Dies zeigt sich auch im Problembasierten Lernen. Die Studierenden benötigen als Novize in vielen Bereichen Unterstützung.
        Beispielsweise:
        „Wie filtert man in der Problemstellung relevante Schlüsselwörter heraus?
        Wie gelingt im Schritt 4 der Siebensprung-Methode das kritische Hinterfragen der Beiträge der Mitstudierenden?
        Aber auch: Wie organisiere ich das selbstgesteuerte Lernen in Schritt 6?
        Wie organisiert man das Arbeiten in der Gruppe etc.?

        All diese Fähigkeiten können nicht per se bei allen Studierenden vorausgesetzt werden.
        Und wie in allen anderen Lernsettings auch, wird von der Lehrperson – im Problembasierten Lernen von der Tutorin/vom Tutor – erwartet, dass sie eine Analyse der Situation und der Adressaten macht.
        Auf Basis von dieser plant sie das Vorgehen und überlegt, wie sie die Studierenden in welchem Schritt unterstützen kann, um sie im Erreichen des optimalen Lernergebnisses zu fördern.

        Letztendlich sagt die Kognitions- und Motivationspsychologie, dass nur dann erfolgreich gelernt werden kann, wenn es gelingt neues Wissen an Vorwissen anzuknüpfen. Zudem muss es in multiplen Transfersituationen zur Anwendung kommen, dass im Gehirn eine echte Vernetzung entsteht.

        Literatur dazu: Reich Kersten 2005: http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/aufsatze/reich_48.pdf
        Spitzer Manfred – Interview: https://www.youtube.com/watch?v=66ENHn8scg0

        Beste Grüsse
        Gabriele Schroeder

        Reply
        • 2015-11-09 at 07:08
          Permalink

          Vielen Dank für diese Infos Frau Schroeder.

          Das ist wiederum (siehe auch weiter oben die Links von Ihnen) sehr interessanter Lesestoff.

          Was ich einfach noch lieben würde wären Studien welche die verschiedenen Ansätze vergleichen. Z.B. ist die Lernleistung und die Fachkompetenz im Beruf signifikant anders, wenn der Schüler

          – PBL
          – Case-Based
          – Group Learning
          – Mix (Vorlesung, Case-Based und Group-Learning, usw.)

          genossen hat. Alle Ansätze haben Vor- und Nachteile, dies erfahre ich z.B. zur Zeit wie mein Sohn in der Schule lernt (viel Selbststudium, Frontalunterricht nicht mehr vorhanden, etc.).

          Manchmal ist die Kombination vielleicht besser als das Nutzen von nur einer Methode. Denn auch Studenten haben ihre Präferenzen, d.h. Lernmethoden auf welche sie besser ansprechen als auf andere.

          Schöne Woche wünsche ich.

          Reply
  • 2015-10-26 at 12:37
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    Guten Tag Herr Holdener, guten Tag Herr Gattiker, liebe Gabriele,

    Ich nehme die Gelegenheit wahr und schildere Ihnen, wie wir an der HF Dentalhygiene am Careum Bildungszentrum das Problem basierte Lernsetting adaptiert und weiterentwickelt haben, so dass es für die Bedürfnisse unseres Bildungsganges gut umsetzbar ist und den vorhandenen Kompetenzen der Studierenden angepasst ist.

    Wir sind vor gut sechs Jahren mit dem neuen PBL Ausbildungskonzept gestartet. Die 7 Sprung Methode haben wir in den Tutoraten konsequent umgesetzt und die Rolle der Tutorin, Skillstrainerin nach Vorgaben gelebt.

    Wir haben für die zur Verfügende Ausbildungszeit sehr viele Lerninhalte. Bald waren wir mit der Situation konfrontiert, dass die Studierenden den Anforderungen nicht gewachsen waren und die Motivation nach kurzer Zeit eingebrochen ist.

    Nach etlichen Anpassungen in den vergangenen Jahren, haben wir zusätzlich mit Dr. Claude Müller (Zentrumsleitung Zentrum für Innovative Didaktik) unsere Ausbildung und das bestehende Lernsetting analysiert. Sehr rasch wurde deutlich, dass unsere Studierenden am Anfang der Ausbildung mit dem hohen Mass an Selbststeuerung überfordert sind und dass eine didaktische Reduktion angestrebt werden muss.

    Folgende zentrale Massnahmen zur didaktischen Reduktion werden umgesetzt:
    • Am Anfang der Ausbildung machen wir eine vertiefte didaktische Planung, indem wir den Lernprozess in Gedanken durchgehen und allfällige Störfaktoren und Stolpersteine bereits in der Planung eruieren und gezielte Gegensteuerungs- und Unterstützungsmassnahmen ergreifen.

    • Wir arbeiten oft mit Leitfragen, was von den Studierenden sehr geschätzt und auch genutzt wird. Durch die Leitfragen zu Beginn der Ausbildung fokussieren die Studierenden ihre Aufmerksamkeit auf die zentralen Inhalte und verlieren sich nicht im Problemlöseprozess. Damit werden unnötige Lernbelastungen reduziert.

    • Wir machen präzise Angaben zur Literatur in Block 1 und 2, damit sich die Studierenden in der Recherche nicht verlieren und lernen, was verlässliche Quellen sind.

    • Zu Grundlagenwissen geben wir teilweise Handouts ab, da für das Niveau DH HF keine deutsche Literatur vorhanden ist.

    • Wir schränken zu Beginn die Zusatzliteratur stark ein, so dass es auf der Lernplattform zu keiner Überflutung mit Informationen und damit zu einer Überforderung kommt.

    • Die Erarbeitung des Grundlagenwissen wird nicht zwingend mit 7-Sprungmethode umgesetzt: Alternativen im Sinne der PBL kompatiblen Methodenvielfalt für Schritt 1 bis 5.

    • Zu jeder Aufgabe geben wir 1 bis 2 exemplarische Prüfungsfragen ab, damit sich die Studierenden auf die Blockprüfung besser vorbereiten können.

    • Im Block 1 bieten wir zusätzlichen Unterricht an zu den Themen: Einführung in die Recherche und Einführung zum Verfassen von Sachtexten mit Übungsmöglichkeiten.

    • Wir begleiteten in den ersten zwei Blöcken gezielt bei einzelnen Aufgaben im Schritt 6, damit die Studierenden individuelle Unterstützung innerhalb des selbstgesteuerten Prozesses erhalten.

    • Ab dem Block 3 entlassen wir die Studierenden schrittweise in die Selbständigkeit.

    Zur zusätzlichen Entlastung der Studierenden haben wir im 1. Ausbildungsjahr das Fachenglisch gestrichen. Die frei gewordene Zeit wird zur individuellen Vertiefung des erarbeiteten Fachwissens rege genutzt und auch sehr geschätzt.

    Was wir ebenfalls verändert haben und uns eine grosse Zufriedenheit bei den Studierenden eingebracht hat, sind Anpassungen, die zum Ziel haben, den Wissenstransfer im Tutorat zu üben und zu vertiefen. Damit verbunden ist aber auch eine Veränderung der Rolle des Tutors.

    Im Schritt 7 nimmt der Tutor vermehrt die Rolle des Coaches, wenn erforderlich, auch des Experten ein oder übernimmt in gewissen Tutoraten die Moderation.
    • Im Schritt 7 gibt es weniger Wissenspräsentationen.

    • Das Wissen wird stärker verknüpft, der Wissensaustausch und zusätzliche Fallbesprechungen werden gefördert.

    • Der Tutor gibt vor allem zu Beginn der Ausbildung klare Rückmeldungen und vermittelt damit Sicherheit!

    • Die Eigenleistung der Studierenden wird gefördert und gefordert, es wird viel und individuelles Feedback gegeben. Damit vermitteln wir den Studierenden Sicherheit und drücken unsere Wertschätzung aus.

    • Wir schaffen Anreize, dass jede Studierende für ihr „Produkt“ im Schritt 7 verantwortlich ist. Gruppenzusammenfassungen gibt es nicht mehr. Zusammenfassungen werden nicht mehr auf die Lernplattform gestellt.

    • Wir vermitteln im Unterricht Lernstrategien, um die Selbststeuerungs- und Problemlösekompetenz und die Reflexionsfähigkeit zu fördern.

    Diese Anpassungen können nur mit eine sehr hohe Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz von den Tutoren und Skillstrainer erfolgreich umgesetzt werden.

    Gemäss der Befragung begrüssen die Studierenden durchwegs die eingeleiteten Massnahmen, auch wenn sie damit mehr in der Verantwortung stehen und mehr gefordert sind, da sie besser realisieren, wo sie stehen. Die Umfrage hat zudem ergeben, dass die Studierenden die Ausbildung auf diese Art und Weise weiterempfehlen würden. Das ist wohl das schönste Kompliment, das man von den Studierenden erhalten kann.

    Freundliche Grüsse
    Sandra Augustin-Wolf
    Leiterin Bildungsgang HF Dentalhygiene

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    • 2015-10-27 at 05:10
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      Liebe Frau Sandra August-Wolf

      Das ist ja ein super Kommentar. Extrem aufschlussreich finde ich den!
      Natürlich hilft er mir auch zu verstehen wie die Problematik der Umsetzung – Theorie in die Praxis – vom Team im Bildungsgang HF Dentalhygiene – umgesetzt worden ist.

      Sie schreiben:

      “… dass unsere Studierenden am Anfang der Ausbildung mit dem hohen Mass an Selbststeuerung überfordert sind und dass eine didaktische Reduktion angestrebt werden muss.”

      Auch ich dachte, dass nach meiner Erfahrung solche Modelle oft in der Praxis den Umständen gemäss angepasst werden müssen. Wenn die Methodik 1:1 ohne Anpassung umgesetzt wird, dann sind Studierende stark gefordert. In dem von Ihnen beschriebenen Falle waren sie vielleicht sogar ein wenig überfordert.

      Grundsätzlich bedeutet ja problem-based learning vom Lernenden viel Selbstdisziplin und Einsatz. Nur dann kann er oder sie die Dinge Lernen und auch in der Praxis erfolgreich umzusetzen.

      Ohne die von Ihnen aufgeführten

      Marker, Hilfestellungen sowie Anweisungen (Was, Wann, Wie, Wo inkl. Ziele) geht es für den Auszubildenden mit
      durchschnittlicher Motivation, Fähigkeit und Möglichkeiten wohl kaum.

      Ich bin mir fast sicher, diese Programm-Umsetzung wie auch deren Anpassung hat Mut und Willen zum Risiko gebraucht. Aber auch einige Arbeit vom Instruktions-Team gefordert. Nur dadurch ist es dem Team gelungen, wie mir scheint, dass Modell mit einigem Erfolg in der Dentalhygienik umzusetzen.

      Danke für diesen tollen Einblick.
      Freundlichst
      Urs

      Reply
      • 2015-10-27 at 10:05
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        Grüezi Herr Gattiker,

        Danke für Ihre Rückmeldung.

        Sie haben recht. Das Ausbildungsteam HF DH ist enorm engagiert und motiviert, eine professionelle und moderne Ausbildung anzubieten. Nur so war es möglich die zahlreichen Anpassungen erfolgreich umzusetzen.

        Beste Grüsse,
        Sandra Augustin-Wolf

        Reply
        • 2015-11-09 at 01:31
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          Liebe Sandra
          Herzlichen Dank für diesen spannenden und umfassenden Einblick in die Umsetzung des Problembasierten Lernens im Bildungsgang Dentalhygiene.

          Solche Erweiterungen und Adaptionen des Problembasierten Lernens werden heute an den verschiedensten Orten umgesetzt.
          Die früher vorherrschende Meinung: „Eine gute Tutorin ist die, die sich möglichst viel im Hintergrund hält“, hat schon lange keinen Bestand mehr.

          Ganz im Gegenteil:
          Eine gute Tutorin (Tutoren sind im Folgenden mit eingeschlossen) bringt sich, wie von Dir beschrieben, als Coach und Facilitator in den Lernprozess ein. Dies fängt bei der Planung des Tutorats an, geht über die Umsetzung bis hin zur Metakognitiven Reflexion.
          Zudem reflektiert sie sich selbst und evaluiert die Wirksamkeit der eingesetzten Massnahmen.

          Nichtsdestotrotz bleibt die neue Lehrpersonen-Rolle, die das Lernen der Studierenden in den Mittelpunkt rückt eine Herausforderung.
          Die Begleitung und hilfreichen Interventionen sollen ja so eingesetzt werden, dass die Studierenden ihre eigenen vernetzten Wissensstrukturen aufbauen und letztendlich Handlungskompetenzen für die Berufspraxis erwerben können.

          Diese „Neuerungen“ – dieser Paradigmenwechsel fordern vom pädagogischen Team hohe Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen.

          Im Schritt 6 „Wissenserwerb durch selbstgesteuerte Lernen“ ist insbesondere bei „Neulingen“ eine gezielte Unterstützung sinnvoll.
          Im Austausch mit Urs Gattiker und Walter Holdener habe ich dies ja bereits ausgeführt.

          Die Motivations- und Kognitionspsychologie beschreibt zudem sehr eindrücklich wie wichtig es ist das Arbeitsgedächtnis arbeitsfähig zu halten.

          Die Cognitive Load Theory» geht davon aus, dass das Arbeitsgedächtnis nur Platz für wenige Informationen hat.
          Wenn diese mit „Unnötigem“ belegt sind (wie bspw. langwieriger Literatursuche), fehlt quasi der Platz sich mit dem Lernen von Fachinhalten auseinanderzusetzen.

          Genau hier setzt die Arbeit der Lehrperson an: Vorzudenken, welche kognitiven Belastungen ausgeschaltet werden können, so dass die Studierenden sich auf die kognitive Verarbeitung und Speicherung der Lerninhalte konzentrieren können.

          Klare Rückmeldungen, Fördern von Eigenleistungen, das Fördern von Lernstrategien unterstützen die Studierenden dabei Ihre Selbstwirksamkeit weiterzuentwickeln und transferfähiges, anwendbares Wissen zu erwerben. Also Sachen die Ihr in Eurem Bildungsgang bereits mit Erfolg umsetzt.

          An drei Stellen würde ich gerne vertiefter nachfragen:

          1. Thema Leitfragen:

          Ein wichtiger Bestandteil des Problembasierten Lernens ist es, dass die Studierenden/Lernenden erkennen, dass Ihnen Wissen und Ressourcen fehlen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Auf dieser Grundlage setzen sie sich Lernfragen.

          Wie wird dies in Eurem Bildungsgang genau umgesetzt?
          • Werden die Leitfragen anstelle von Lernzielen eingesetzt?
          • Wie lernen die Studierenden zu entscheiden was “Lernwürdig”, was “ Lernsinnvoll” ist, wenn sie Leitfragen erhalten – Wie löst ihr dies?

          2. Welche methodischen Alternativen werden anstelle der Siebensprung-Methode gewählt?

          3. An welcher Stelle im Lernprozess werden die beiden Prüfungsfragen abgegeben?

          Herzliche Grüsse
          Gabriele

          Reply
          • 2015-12-07 at 10:07
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            Liebe Gabriele

            In Absprache mit Sandra Augustin-Wolf antworte ich dir gerne auf deine offenen Fragen.
            Wie bereits von Sandra dargestellt, erachten wir es in unserem Team als wichtig die PBL-Anfängerinnen in ihrem Lernprozess eng zu unterstützen.

            Die Aufgabe des Problemlösens stellt die Anfängerinnen vor grosse und ressourcenraubende Herausforderungen in ihrem Lernprozess. Die authentischen Problemaufgaben können zu komplex sein oder überfordernde Problemlöseprozesse können zu Verwirrungen und kognitiver Überforderung führen. Ein weiterer herausfordernder Aspekt für unsere Anfängerinnen ist die Selbststeuerung des Lernprozesses v.a., wenn kaum Lernstrategien vorhanden sind oder Schwächen bei der Lese- und Problemlösekompetenzen bestehen.

            Frage 1:
            Wir versuchen in unserem Team einen kontinuierlichen Aufbau einer Problemlöse- und Selbststeuerungskompetenz zu unterstützen. Dabei achten wir auf eine möglichst optimale Passung zwischen den Ressourcen, dem Vorwissen und Erfahrungen unserer Studierenden sowie den anzustrebenden Lernzielen. Allfällige Störfaktoren innerhalb des Lernprozesses versuchen wir bereits bei der didaktischen Planung zu erkennen und mit gezielten Massnahmen dagegen vorzugehen (vgl. Müller, 2013, S. 72f).

            Der Einsatz von Leitfragen hat sich bei unseren Anfängerinnen als Gegensteuerungsmassnahme besonders bewährt, um einer Untersteuerung im Lernprozess entgegen wirken zu können. Die Leitfragen dienen der Aufmerksamkeitsfokussierung, der Vorwissensaktivierung, der Wissensverarbeitung und fördern die Elaboration des Wissens sowie die metakognitiven Fähigkeiten (vgl. Neber, 2006, S. 50f). Die Gefahr allfälliger „Wissensillusionen“ wie es Zumbach ausdrückt, können wir mit dieser Fremdsteuerung eher auffangen (vgl. Zumbach, 2011, S. 225). Da sich unsere Studierenden häufig mit zahnärztlicher Fachliteratur auseinander setzen müssen, helfen ihnen Leitfragen sich innerhalb der umfassenden Themen, zu orientieren. Diese Unterstützungsmassnahmen sind bei Anfängern sinnvoll während der Aneignung von wichtigem Basiswissen oder bei sehr komplexen und breiten zahnärztlichen Themenbereichen.

            Wir setzen die Leitfragen aber keineswegs in jedem Tutorat ein. Uns ist es sehr wichtig, dass wir eine breite, sinnvolle Palette an passenden Methoden und Lernstrategien einsetzen. Im Tutorinnenteam versuchen wir mit regelmässigen Absprachen die Curriculums-Blöcke optimal zu gestalten.

            Der Einsatz von Leitfragen schliesst die Formulierung von Lernzielen nicht aus. Innerhalb der Problemanalyse (Schritte 1 – 5) erkennen die Studierenden, dass ihr Wissen nicht ausreicht, um die Problemsituation erklären zu können und formulieren ihre Lernziele oder Lernfragen innerhalb der Tutoratsgruppe. Die Leitfragen werden den Studierenden erst im Anschluss, für den Schritt 6, auf die Lernplattform gestellt.

            Wir empfehlen, die Leitfragen mit der Elaborationsstrategie – der Selbsterklärungstechnik zu beantworten. Damit lernen die Studierenden wichtige von unwichtigen Textinhalten unterscheiden zu können und die Inhalte und Zusammenhänge in eigenen Worten zu formulieren. Im Anschluss dienen die Lernziele den Studierenden zur selbstständigen ersten Ergebnissicherung im Schritt 6.
            Der Schritt 7 kann dann mit verschiedenen passenden Methoden anhand der Lernziele oder der Leitfragen gestaltet werden. Da hat die Tutorin einen grossen Spielraum.

            Frage 2:
            Bei sehr komplexen Aufgaben und wenig Vorwissen der Studierenden kann es Sinn machen die Siebensprungmethode aufzuheben und die einzelnen Probleminhalte sequenziert zu bearbeiten (vgl. Müller, 2007, S. 285). Die Lektionen werden beispielsweise nach dem Sandwich-Prinzip aufgebaut. Als Einstieg in die Unterrichtseinheit kann ein Advance Organizer oder eine Conzept-Map dienen. Damit kann auf kurze und einfache Art und Weise das Endprodukt mit seinen Verknüpfungen aufgezeigt werden. Dieser Einstieg hilft, das Vorwissen der Studierenden mit dem neuen Wissen zu kombinieren und das Problemverständnis, die Aufmerksamkeit und das Interesse zu fördern. Danach werden mehr Instruktionselemente mit anschliessenden Auseinandersetzungsphasen in den Unterricht eingebaut.

            Mit dieser Strukturierung kann eher verhindert werden, dass sich die Studierenden in der Komplexität der Problemsituation verlieren (vgl. Wahl, 2013, S. 146ff). Die Lernumgebung gibt Orientierung, Sicherheit und reduziert extrinsische Belastungen. Die Alternative zum Siebensprung macht ebenfalls Sinn, da sonst die Gefahr von Motivationsverlusten bei den Studierenden auftreten können. Innerhalb des Sandwich-Prinzips kann mit vielen passenden Methoden gearbeitet werden.

            Frage 3:
            Die Prüfungsfragen mit den Antworten werden den Anfängerinnen nur in den ersten 2 Blocks abgegeben. Wir stellen diese jeweils nach dem Schritt 7 auf die Lernplattform. Damit soll eine erneute Auseinandersetzung mit dem Problem ermöglicht werden. Auch mit dieser Massnahme versuchen wir den Studierenden Sicherheit in ihrem Lernprozess zu geben und eine Konsolidierung der Inhalte zu fördern.

            Die Abgabe von Lösungsbeispielen bei Anfängerinnen zur Arbeitsgedächtnisentlastung kann aber auch bei komplexen PBL-Aufgaben zu Beginn der Ausbildung Sinn machen. Durch die Auseinandersetzung mit der Lösung und dem Lösungsweg sollte eine Vertiefung mit den Inhalten stattfinden und das Verständnis gefördert werden. Die Studierenden erklären das Problem mit den Zusammenhängen, anhand der Lösung, in ihren eigenen Worten. Die Selbsterklärungstechnik führt zu einer tiefen Auseinandersetzung mit dem Problem und begünstigt die Bildung von Schemata im Langzeitgedächtnis. Dieser Effekt kann aber, gemäss Hilbert und Renkl, nur auftreten, wenn zur Lösung noch Leitfragen abgegeben werden, die zum vertieften Lernen animieren. Ansonsten können die Autoren feststellen, dass die Studierenden, die durch die Entlastung der extraneous load frei werdenden Ressourcen leider nicht für das vertiefte Lernen nützen (vgl. Hilbert & Renkl, 2008, S. 19). Bei Fallbeispielen / Anwendungsaufgaben eignet sich das Vorgehen sehr. Expertenbefragungen, Vorlesungen oder Handouts können ebenfalls als Lösungsbeispiele dienen.

            Ich hoffe, dass ich deine Fragen mit meinen Ausführungen beantworten konnte. Abschliessend möchte ich noch anmerken, dass es nach wie vor eine grosse Herausforderung darstellt, das richtige Mass an Fremd- und Selbststeuerung zu finden. Ich erachte es als eine der schwierigsten Aufgaben in meiner Tutorinnenrolle den Zeitpunkt nicht zu verpassen, mich bei höherem Expertisegrad der Studierenden wieder zurück zu ziehen und die Selbststeuerung und Verantwortung an die Studierenden zu übergeben.

            Herzliche Grüsse
            Ursula Flury

            Literatur:
            • Hilbert, T. & Renkl, A. (2008). Lernen mit Lösungsbeispielen. In J. Zumbach & H. Mandl (Hrsg.), Pädagogische Psychologie in Theorie und Praxis (S. 15-23). Göttingen: Hogrefe.

            • Müller, C. (2007). Implementation von Problem-based Learning. Bern: hep.

            • Müller, C. (2013). Problem-based Learning erfolgreich gestalten. In H. Bachmann (Hrsg.), Hochschullehre variantenreich gestalten. Ansätze, Methoden und Beispiele rund um Kompetenzorientierung (S. 50-77). Bern: hep.

            • Neber, H. (2006). Fragenstellen. In H. Mandl & H. Friedrich (Hrsg.), Handbuch Lernstrategien (S. 50-58). Göttingen: Hogrefe.

            • Wahl, D. (2013). Lernumgebungen erfolgreich gestalten. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt.

            • Zumbach, J. (2011). Der Einfluss von Fachexpertise bei Tutoren und Lernenden beim Problembasierten Lernen. In M. Krämer, S. Preiser & K. Brusdeylins (Hrsg.), Psychologiedidaktik und Evaluation VII (S. 121-230). Aachen: Shaker.

  • 2015-12-11 at 08:59
    Permalink

    Liebe Ursula

    Herzlichen Dank für die umfassende Beantwortung meiner Fragen.
    Deine praktischen und mit Literatur belegten Hinweise werden bestimmt manche Lehrperson in ihrem Berufsalltag unterstützen.

    Problembasiertes Lernen braucht, wie jedes andere pädagogisch-didaktische Konzept auch Zuwendung, um die positiven Effekte zu fördern. Dass diesen Herausforderungen aber konstruktiv begegnet werden kann, zeigt auf sehr anschauliche Weise die Umsetzung in Eurem Bildungsgang Dentalhygiene.

    Ich wünsche dem gesamten Team weiterhin viel Freude, Engagement und Erfolg beim Umsetzen.
    Herzliche Grüsse
    Gabriele

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