Dialog zwischen Ärzten und Patienten ist zentral

«Brauchen wir in zehn Jahren noch Hausärzte?» fragte uns der Dekan der medizinischen Fakultät vor zehn Jahren anlässlich des zwanzig jährigen Jubiläums der Abteilung für Hausarztmedizin  der Uni Bern. Der anschliessende Workshop  endete mit der bitteren Erfahrung, dass wir im komplexen Gesundheitswesen die Patienten einmal mehr vergessen hatten.

Der Schock sass tief und wir gelobten, die Patienten zukünftig als wichtige Anspruchsgruppe in die Entwicklung mit einzubeziehen  «Wir können aktuelle Probleme nicht mit dem alten Denken lösen»; dieses Zitat unterstützt seither unser Wirken und Suchen nach neuen Wegen.

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«swissdoc»

Gemeinsam mit der Uni Bern lancierten wir ein klassisches -Projekt“ mit dem Namen «swissdoc». Wir wollten in einer Gemeinde lebende, interessierte Patienten und Patientinnen zur Diskussion einladen. Mit der Auseinandersetzung der oben aufgeführten Frage, wurde bereits das erste Forum ein Grosserfolg. Die Gruppe war sich einig:  «Ja, es braucht in zehn Jahren noch Hausärzte, aber in einer veränderten Rolle». In der darauffolgenden Zeit schufen wir darum  «Stellenprofile» des Hausarztes und des Patienten der Zukunft. Nach zwei Jahren wurde klar, dass dieses Projekt zwar den Nerv der Zeit traf, durch den bewusst gewählten  bottom-up Ansatz aber, noch keine zählbaren Resultate vorzuweisen waren. Das grosse Budget  der Uni Bern wurde gestrichen.

Obwohl der Zeit voraus, schien unsere Zeit bereits wieder vorbei! Doch das Kernteam des Forums hatte  «le cri du coeur» vernommen. Er ermutigte uns, in «freiwilliger Arbeit» auf «kleinem Feuer» weiterzuarbeiten. Als Folge davon änderten wir unseren Namen auf  dialog-gesundheit.  Im Zentrum blieb der Dialog, speziell zwischen Hausarzt und Patienten und Patientinnen.

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dialog-gesundheit

2005 erarbeitete das Forum dialog-gesundheit als Folgeschritt drei Kernforderungen an die Gemeinde:

  1. Bessere Koordination der gesundheitsfördernden Angebote der Gemeinde. 2006 organisierte das Forum die erste Gegenwartskonferenz, als Antwort auf drei, von der Bevölkerung eher wenig besuchten Zukunftskonferenzen der Gemeinde. An der Gegenwartskonferenz nahmen 26 kommunale Vereine und 8 Organisationen aus dem Kanton teil. Viele Synergien wurden entdeckt. Die Gemeinde arbeite noch heute mit diesen Grundlagen.
  2. Eine Ansprechperson in der Gemeinde für Fragen rund um die Gesundheit. Diese Forderung setzte die Gemeinde 2006 mit einer 20% Koordinationsstelle um.
  3. Eine Neuauflage des Gemeinderatgebers für Fragen rund um die Gesundheit. Der Ratgeber sollte auf Wunsch der Patienten entlang den sozialen Determinanten erweitert, sowie der Struktur  des «Wellness-Guide» von der Universität Berkeley, California folgen.

Die Gemeinde lehnte den Finanzierungsantrag für den Gemeinderatgeber ab. Dank der Projektunterstützung der Gesundheitsförderung Schweiz, konnte das Vorhaben trotzdem umgesetzt werden. In gemeinsamer freiwilliger Arbeit schufen wir in knapp  drei  Jahren den  umfassenden schweizerischen Ratgeber «WIE?SO! Alltagsbuch für besseres Leben». Am Careum Congress 2010 wurde er mit einem Poster vorgestellt.  Am ENOPE Congress 2012 in Kopenhagen konnten wir über unsere weiter führende Arbeit berichten.

Das Forum dialog-gesundheit ist inzwischen ein wegweisendes Angebot in der Erwachsenenbildung zur Gesundheitskompetenz geworden. Den Schwerpunkt der Vernetzung von Bildung und Gesundheit wird auch heute noch konsequent verfolgt.

Vor knapp einem Jahr erhielten wir von der Gemeinde den Auftrag, eine kommunale Variante des grossen Ratgebers zu gestalten. Wir erhielten nicht nur das Geld, die redaktionelle Freiheit, als Vertrauensbeweis, es wurde auch die Partizipation hochrangiger Gemeindevertreter an diesem Werk ermöglicht.

www.dialog-gesundheit.ch

Autor: Michael Deppeler, Co-Leiter von dialog-gesundheit und ärztlicher Leiter der Hausarztpraxis Salutomed.AG

19 thoughts on “Dialog zwischen Ärzten und Patienten ist zentral

  • 2014-02-12 at 05:22
    Permalink

    Lieber Herr Deppeler

    Danke für diesen interessanten Beitrag. Was plant das Forum oder diese ‘Selbsthilfegruppe’ für dieses Jahr und 2015.
    Gibt es da Berichte oder einfach Zusammenkünfte um diese wichtige Arbeit auf freiwilliger Basis voranzubringen?

    Ich hoffe Sie können hier noch ein wenig mehr sagen. Dafür wäre ich Ihnen dankbar.
    Freundlichst
    Urs E. Gattiker
    @CyTRAP:twitter

    Reply
  • 2014-02-13 at 08:48
    Permalink

    Lieber Michael,
    Vielen Dank für den Einblick in dieses spannende Angebot!
    Mich würden die «Stellenprofile» von Hausarzt und besonders der Patienten der Zukunft sehr interessieren – kannst Du dazu noch etwas berichten?
    Liebe Grüsse,
    Sylvie Schumacher
    Careum Patientenbildung

    Reply
    • 2014-02-13 at 14:07
      Permalink

      Liebe Sylvie
      gern beantworten wir Deine Fragen.
      Im Sommer 2005 fragten sich die Teilnehmenden am swissdoc.forum Zollikofen, wie sie sich ihren Hausarzt vorstellen. (das Forum erhielt seinen neuen Namen dialog-gesundheit erst im Juni 2006). Es war eine überwältigende Menge an Post-its an der PinWand.
      Was ebenfalls spannend war, das Plakat (Bild in der Beilage) zeigte am Schluss auf, wie alles, Herz-Kopf-Hand und Zeit (24h) vom Arzt gefordert wurde. Eine Teilnehmerin meinte, dass wenn ihre Schwiegertochter, die gerade Medizin studiere, das sehen und lesen würde, möchte sie sicher nicht Hausarzt werden.
      Im anschliessenden Dialog entstand dann der grosse Wunsch die drei Fragen, welche Dr. Deppeler im Blogbeitrag anspricht, mit viel Selbstvertrauen und schrittweise selber anzugehen.

      Für sie war die Erkenntnis gekommen, dass nur sie selber etwas bewegen können, damit ihr Netzwerk für eine persönliche Grundversorgung entstehen kann und damit gleichzeitig ihr Hausarzt entlastet wird.
      Neben den laufenden Forenabenden wurde in einer zweiten Gruppe am eigenen, selber geplanten Ratgeber gearbeitet.

      Dann wurden an der 1. Gegenwartskonferenz 2006 die Angebote in der Gemeinde dargestellt in einem Marktplatz und aufgezeigt, wer mit wem schon vernetzt wird.
      Wir erhielten zB. an diesem Anlass wieder einen für Zollikofen zuständigen Samariterverein. Und der Gemeinderat für Soziales konnte bekannt geben, dass der Wunsch für eine
      Anlaufstelle und Information in der Gemeinde in Erfüllung gehe.
      An diesem Abend wurde aus dem swissdoc.forum – Forum dialog-gesundheit. Die Partizipation zwischen Arzt und Bewohner (die auch Patienten sein können) wurde manifest. Durch die wirkliche Beteiligung von Bewohnern/Patienten, wurde von ihnen die
      Verantwortung übernommen, dass, wenn auch die finanziellen Ressourcen aufgebraucht waren, das Projekt swissdoc, welches mit der Frage des Dekans 2003/2004 begann, weitergehen würde.
      Bis 2008 wurde das Ganze durch die Kerngruppe, bestehend aus Ärzten und weiteren Fachpersonen aus der Anfangszeit begleitet. 2008 übernahmen Dr. Deppeler und ich Susanna Haller, die gesamte Leitung. Das Forum dialog-gesundheit wird immer eigenständiger, aus dem ehemaligen Projekt ist das Programm für Bildung und Gesundheit für Gemeinden geworden.
      Forum dialog-gesundheit will keinen Verein gründen, sondern als freie offene Gruppe arbeiten. dialog-gesundheit Schweiz ist bis jetzt eine einfache Gesellschaft. Wir beide arbeiten innerhalb der Organisation ebenfalls freiwillig. Ausserhalb übernehmen wir Mandate gegen Honorar.
      In Zollikofen ist immer noch das “Herzwerk” – hier entstehen die
      immer wieder das Ganze weiterbringenden Projekte. Gleichzeitig wird immer mehr an Selbstvertrauen bei den Teilnehmenden. Es
      besteht ein Kern, der mithilft das Ganze zu organisieren und tragen – in freiwilliger Arbeit. Die Teilnehmer sind im Alter von 45+, einige kommen fast regelmässig. Je nach Jahresthema kommen wieder Neue dazu. Auch sind immer wieder Mitglieder anderer Anbieter in der Gemeinde, oder von ausserhalb, interessierte Besucher.
      Zwischen 2007 und 2008 entstand dialog-gesundheit Schweiz als Dachorganisation. Wir als Leitende wollten die Teilnehmenden des Forums teilhaben lassen an den nationalen Konferenzen, und gleichzeitig dort für ihre Arbeit in der Gemeinde Fürsprecher sein.
      Herzliche Grüsse, ebenfalls im NAmen von Michael Deppeler

      Susanna

      Reply
      • 2014-02-14 at 08:59
        Permalink

        Liebe Susanna,
        Ganz herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Es ist toll, was dialog-gesundheit da leistet! Welches Jahresthema gilt denn für 2014?
        Leider ist das beigelegte Bild für mich nicht sichtbar. Da mir die Patientenrolle am Herzen liegt, nimmt mich natürlich besonders das “Stellenprofil” für Patienten Wunder. Kannst Du vielleicht dazu noch etwas sagen?

        Ich danke Dir und grüsse Dich herzlich,
        Sylvie

        Reply
        • 2014-02-19 at 09:24
          Permalink

          Liebe Sylvie
          danke für Dein Interesse!
          Das Jahresthema 2014 von dialog-gesundheit Forum Zollikofen wurde Ende 2013 von den Teilnehmenden und der Kerngruppe des Forums ausgedacht. Sie wünschten, sich mit “LosLassen” zu befassen.
          Für den Einführungsabend, das 4. d-gCH-JanuarGespräch konnten wir Prof. Johanna Kohn, Dozentin, Hochschule für Soziale Arbeit, Basel gewinnen.
          http://www.fhnw.ch/personen/johanna-kohn
          http://www.fhnw.ch/personen/johanna-kohn/weitere-informationen
          http://www.fhnw.ch/personen/johanna-kohn/profil
          Sie führte uns in die Form des Erzählcafés ein, Biografiearbeit.
          Wir lernten Frau Kohn bei unserer Mitarbeit als Partnerorganisation des Aargauer Netzwerks GF im Alter kennen. Dort wirkt dialog-gesundheit Schweiz mit in den (unseren) Schwerpunkten “Generationenverbindende Projekte” und “Migration”
          https://www.ag.ch/de/dgs/gesellschaft/alter/netzwerkgesundheitsfoerderung/netzwerkgesundheitsfoerderung.jsp
          Die Workshops “Migration und Alter” wurden von Frau Kohn geleitet.
          Später wurde ich von ihr eingeladen bei, Zitat: “Kohn, Johanna / Tov, Eva / Hanetseder, Christa / Hungerbühler, Hildegard (2013): Pflegear-rangements und Einstellung zur Spitex bei Migranten/innen in der Schweiz. Eine Studie im Auftrag des Nationalen Forums Alter und Migration. Basel/Bern: FHNW/SRK” in Bern teilzunehmen.
          Unterdessen treffen wir uns immer wieder, wie Ende 2013 in Langenthal beim “Runden Tisch Migration und Alter” von Caritas, wo sie Gastreferentin war.
          Am 24. März 2014 an der Arbeitstagung zur Valorisierung der Spitex-Studie in Olten, wird Dr. Deppeler einen Vortrag halten zu “Hausarzt und Gesundheitsbildung”, wo er ebenfalls Evivo mit einbeziehen wird.

          Zu Deiner Frage zu den Beschrieben für Hausarzt und Patienten findest Du neu aufgeschaltet bei http://www.dialog-gesundheit.ch > èberns > Geschichte > das Dokument “Die beiden Zukunftsbilder HA und Patienten.PDF”.
          Liebe Grüsse
          Susanna

          Reply
          • 2014-03-04 at 13:19
            Permalink

            Lieber Michael, liebe Susanna
            Wenn ich euch richtig verstehe, geht es um den Dialog zwischen Patient(inn)en und Hausärzt(inn)en. Was ist dem Dialog zwischen Fachärzt(inn)en und Patient(inn)en. Bzw. gibt es auch einen Trialog zwischen Patient(inn)en, Hausärzt(inn)en und Fachärzt(inn)en? In der Realität erlebe ich leider allzu oft, dass dieser Trialog nicht existiert. Irgendwer muss als Sprachrohr oder Botschafter/in für die ein oder andere Partei agieren. Mitunter entsteht dabei ein Drama-Dreieck.
            Margot

          • 2014-03-05 at 00:19
            Permalink

            Liebe Margot, danke für die interessante Frage!

            dialog-gesundheit Forum ist Plattform für gemeinsames Lernen und Lehren und ist für alle offen. Darin finden sich nicht einzig Hausärzte, sondern weitere Mediziner und Fachpersonen aus dem ganzen Gesundheitsbereich und der Bildung. Sowie menschen von den verschiedensten Berufsgattungen.

            dialog-gesundheit stützt sich auf die Grundlagen der sozialen Determinanten, um den Roten Faden für zu legen für die Findung der Wege in allen Lebens-Bereichen, wo sich Fragen stellen.
            So kann aus einem Dialog natürlicherweise ebenfalls ein Trialog werden.

            Ziel von dialog-gesundheit ist, die Beteiligten hin zu führen zu einem neuen Ansatz des Umgangs miteinander. Kommunikation und der Dialog sind ein Lern- und ein Lehrprozess.
            Im stärkenden Lerndialog wird das Bewusstsein für die Interessen und die Perspektiven gefördert, ein Dialog auf Augenhöhe, ein aktives Zuhören und eine neue Achtsamkeit, damit wirklich Brücken gebaut werden können. Jeder erlebt und versteht sich selbst als Lernender. Der andere ist Spezialist seines Lebens und seiner Geschichte, Gemeinsam können wir viel voneinander lernen.
            Der Wert des „Geschichtenerzählens“ (narrative Medizin) ist ja schon lange und auf verschiedensten Ebenen erkannt worden, auch in der Hausarztmedizin.
            Die Kraft des Erzählens und des Zuhörens genügt. Die Teilnehmer erwerben durch das wiederholte Üben vor anderen Menschen auch die Fähigkeit, ihre Sorgen und Ängste, aber auch ihre Bedürfnisse, ihre Geschichten besser auszudrücken, was auch der Sprechstunde zugute kommt.

            Noch wird dialog-gesundheit Forum mit der Themata der sozialen Determinanten öfters von einzelnen Fachpersonen nicht verstanden als die wichtige Grundlage zum Aufbau eines Dialogs zwischen HA und Patienten, welcher sich dann in der Sprechstunde, der Praxis weiterentwickeln soll und wird. Eben neu erarbeitetes Wissen beiden Seiten dazu verhilft andere mit in den Dialog hineinzunehmen, sei das nun auf der Seite des HA die Fachärzte und weitere Fachpersonen der Grundversorgung, und auf der Seite der Patienten die Angehörigen und der Pflege und weitere Fachpersonen.
            Die sozialen Determinanten als Grundlage ermöglichen dem Arzt Dinge ansprechen zu können, die während der Sprechstunde und der Behandlung wenig Zeit finden.

            Interessant ist, dass über die Jahre diese gemeinsame Erfahrung auf der öffentlichen Plattform, nun in der Sprechstunde grosse spürbare Veränderungen zeigen, auf seiten des Hausarztes und seinen beigezogenen Fachärzten, wie auf seiten der Patienten und begleitenden Angehörigen.

            Dass ein wirklich guter Trialog entstehen kann, braucht es auf allen Seiten Erfahrung, bei den Ärzten und Fachpersonen ein wirkliches Wollen auf Augenhöhe zu kommunizieren in einer Sprache, die alle verstehen. Und auf der Seite der Patienten das Selbstvertrauen dies zu fordern, weil sie gut darauf vorbereitet sind.

            An den Postersessions werden wir sehr gern anhand des mitgebrachten Plakats mit Ihnen ins Gespräch kommen. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!
            Herzliche Grüsse
            Susanna Haller

          • 2014-03-05 at 09:30
            Permalink

            Für alle Interessierten:
            Kommunikation, Dialog und Trialog sind erst seit relativ kurzer Zeit Teil der medizinischen Lehre.
            Das Berner Institut für Hausarztmedizin, Universität Bern nimmt hier eine Vorreiterrolle ein.
            Wichtig sind dabei die Lehrpraxen, wo der Alltag der Hausarztmedizin geübt werden kann.

            Gleichzeitig muss die Möglichkeit sein, dass Studierende, Assistenzärzte mit Hausärzten in einem Gesprächsforum sich austauschen können.

            Universität Basel:
            http://www.unigeschichte.unibas.ch/fakultaeten-und-faecher/medizinische-fakultaet/juengste-entwicklungen-der-medizinischen-fakultaet/hausarztmedizin.html
            Universität Zürich:
            http://www.hausarztmedizin.uzh.ch/index.html
            Susanna Haller

          • 2014-03-05 at 17:28
            Permalink

            Mehr über die Entwicklung von dialog-gesundheit (ursprüngliches
            Projekt swissdoc der FIAM Universität Bern) und die Erfahrungen durch zB. Weiterbildungen
            in Systemischer Beratung und Kommunikation, finden Sie unter http://www.primary-care.ch > Michael Deppeler.
            http://www.primary-care.ch/docs/primarycare/archiv/defr/2005/2005-12/2005-12-084.PDF
            Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Kurs «Systemische Beratung und Kommunikation in der Medizin» 2004/2005 in Aeschi b. Spiez
            Kursleitende:
            1 Suzanne Braga, Fachärztin in Medizinischer Genetik FMH und Co-Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Genetik. Sie hat Zusatzausbildungen in kontextueller Familientherapie, Systemik in der Medizin,
            NLP und ist Trägerin des FA APPM sowie Mitglied der SAMW.
            2 Peter Ryser – Experte für systemische Beratung, Aeschi bei Spiez, machte nach der Berufslehre als Bauzeichner die Ausbildung in Sozialarbeit HSF.
            Anschliessend therapeutische Aus- und Weiterbildung in Gesprächstherapie, Gestalttherapie,
            Familientherapie und NLP. Er hat langjährige Erfahrung in systemischer Beratung und Supervision, u.a. im IAP Zürich und im Zentrum für systemische Therapie Bern.

            Peter Ryser – Experte für systemische Beratung, Aeschi bei Spiez
            Zentrum für Systemische Therapie und Beratung Bern – ZSB
            http://www.zsb-bern.ch/fort-und-weiterbildung/lehrkraefte/

            Frau Dr. Suzanne Braga war Mitgründerin von dialog-gesundheit (swissdoc).
            Herzliche Grüsse
            Susanna Haller

          • 2014-03-09 at 16:05
            Permalink

            Für alle Interessierten:
            Kommunikation, Dialog und Trialog sind erst seit relativ kurzer Zeit Teil der medizinischen Lehre.
            Das Berner Institut für Hausarztmedizin, Universität Bern nimmt hier eine Vorreiterrolle ein.
            Wichtig sind dabei die Lehrpraxen, wo der Alltag der Hausarztmedizin geübt werden kann.

            Gleichzeitig muss die Möglichkeit sein, dass Studierende, Assistenzärzte mit Hausärzten in einem Gesprächsforum sich austauschen können.

            Universität Basel:
            http://www.unigeschichte.unibas.ch/fakultaeten-und-faecher/medizinische-fakultaet/juengste-entwicklungen-der-medizinischen-fakultaet/hausarztmedizin.html

            Universität Zürich:
            http://www.hausarztmedizin.uzh.ch/index.html
            Susanna Haller

  • 2014-02-13 at 16:44
    Permalink

    Liebe Frau Haller

    Vielen Vielen Dank für diesen Super Beitrag. Das gibt mir die Links und Informationen die mir helfen die Sache besser zu verstehen.
    Merci
    Urs
    @CyTRAP:twitter

    Reply
  • Pingback: Patient Empowerment: Wie funktioniert dies in der Praxis, ROI, Health

  • Pingback: Was ist Social Empowerment? | Careum Congress - March 17-18, 2014, Basel

  • 2014-03-09 at 16:18
    Permalink

    Dialog auf Augenhöhe: Wie die Erfahrungen aus der Plattform
    dialog-gesundheit Forum mit Einfluss auf die Entwicklung einer
    Grundversorgungspraxis und seines medizinischen Leiters hat: SALUTOMED Integrative Medizin
    Beachten Sie bitte das Eingangsvideo
    http://www.salutomed.ch/
    http://www.salutomed.ch/ueber-uns/
    Die Praxis SALUTOMED Zollikofen entwickelte sich über die Jahre zu einem Grundversorgungsangebot, wo verschiedenen Berufsgruppen mit fundiertem Fachwissen die Patientinnen und Patienten behandeln.
    Mit ihren Partnern entwickeln sie verbindliche Kooperationen. Die geregeltere Zusammenarbeit kommt ihren PatientInnen zu Gute. Der „skill mix“ ist dabei systemisch-salutogenetischer ALLTAG.
    SALUTOMED ist seit 2004 Lehrpraxis.
    http://www.salutomed.ch/stellen/

    Diese Entwicklung zeigt sich ebenfalls im CV von Michael Deppeler , Dr.med.
    Medizinstudium und Staatsexamen in Bern, 1986; FMH für Allgemeine Medizin 1995; dann Praxisübernahme Dr. P. Mosimann in Zollikofen
    (Einzelpraxis); 1998 Aufbau einer Gemeinschaftspraxis, ab 2001 zu dritt bis
    2006, seither SaluToMed.AG, Zollikofen. Lehrpraxis FMH/KHM mit Studentenaus- und Assistentenweiterbildung. FA APPM sowie delegierte Psychotherapie; Systemische Beratung und Kommunikation P. Ryser und S. Braga, 2003-2005 (?), FIHAM Bern von 2003 – 2008, Projekt dialog- gesundheit seit 2003 (vormals swissdoc).
    Susanna Haller

    Reply
  • 2014-03-09 at 16:20
    Permalink

    Literatur und Artikel:

    Mehr über die Entwicklung von dialog-gesundheit (ursprüngliches
    Projekt swissdoc der FIAM Universität Bern) und die Erfahrungen durch zB. Weiterbildungen in Systemischer Beratung und Kommunikation, finden Sie in verschiedenen Artikeln unter http://www.primary-care.ch > Michael Deppeler.
    Susanna Haller

    Reply
  • 2014-03-09 at 16:28
    Permalink

    Der Dialog und Trialog – Kommunikation zwischen Menschen, wo auch immer braucht Wissen von erfahrenen Kommunikations-Leitern und möglichst viele Übungsorte:
    Ein besonderer Artikel über Systemische Beratung und Kommunikation ist hier zu lesen:
    http://www.primary-care.ch/docs/primarycare/archiv/defr/2005/2005-12/2005-12-084.PDF
    Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Kurs «Systemische Beratung und Kommunikation in der Medizin» 2004/2005 in Aeschi b. Spiez
    Kursleitende waren:
    1 Suzanne Braga, Fachärztin in Medizinischer Genetik FMH und
    Co-Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Genetik. Sie hat Zusatzausbildungen in kontextueller Familientherapie, Systemik in der Medizin, NLP und ist Trägerin des FA APPM sowie Mitglied der SAMW.
    2 Peter Ryser – Experte für systemische Beratung, Aeschi bei Spiez, machte
    nach der Berufslehre als Bauzeichner die Ausbildung in Sozialarbeit HSF. Anschliessend therapeutische Aus- und Weiterbildung in Gesprächstherapie, Gestalttherapie, Familientherapie und NLP. Er hat langjährige Erfahrung in systemischer Beratung und Supervision, u.a. im IAP Zürich und im Zentrum für systemische Therapie Bern.
    Peter Ryser – Experte für systemische Beratung, Aeschi bei Spiez Zentrum für Systemische Therapie und Beratung Bern – ZSB
    http://www.zsb-bern.ch/fort-und-weiterbildung/lehrkraefte/
    Susanna Haller

    Reply
  • 2014-03-09 at 16:31
    Permalink

    Ein weiteres Projekt, wo der Dialog zwischen Hausarzt und Patienten gelehrt und gefördert wird, ist das Projekt Gesundheitscoaching des Kollegiums für Hausarztmedizin.
    http://www.kollegium.ch/
    Die Europäische Definition der Hausarztmedizin (Family Medicine) wurde von der WONCA im Herbst 2011 ergänzt um die Aufgabe “promotes patient empowerment”. Der Wonca-Baum hat deshalb ein neues, zwölftes Blatt. Dass diese nun auch explizit eine Hausarztaufgabe ist, unterstreicht die Bedeutung des KHM-Programms Gesundheitscoaching, denn dieses hat genau dieses Ziel (s.u.).
    The WONCA tree has grown a new leaf (see picture): leaf 12 “promotes patient empowerment” comes just on time and is really in line with an important current project developed by our Swiss College of Primary Care Medicine – ‘Health Coaching patient and doctor are partners’ http://www.gesundheitscoaching-khm.ch – the project offers a practical, empirically tested approach to support and develop patients’ health competence through empowerment.
    http://www.gesundheitscoaching-khm.ch/
    Susanna Haller

    Reply
  • 2014-03-09 at 16:51
    Permalink

    Mit diesen aktuellen Beiträgen kurz vor der Eröffnung des Careum-Congress’ 2014 Basel, machen wir das was wir bei dialog-gesundheit Schweiz am Besten können – Geschichten erzählen – Brücken bauen von Menschen zu Menschen – gleich ob sie Patienten, Angehörige oder Ärzte und Fachpersonen ihrer Netzwerke sind – und dabei unser Netzwerk öffnen.

    Denn wir dürfen das Allerwichtigste nicht vergessen – wir können nie allein – wir brauchen einander – und notabene beginnt bei jedem Leiden einmal das Gespräch mit dem persönlichen Arzt, der meistens der Familiendoc – der Hausarzt ist!

    Das Besondere Geschenk:
    Hier findet der Dialog zwischen Patienten und Hausärzten und
    ihren Netzwerken hautnah statt:
    Mit der Erlaubnis von Dr. Sylvaine Gindrat, der Filmemacherin darf ich zitieren:
    AM PULS DER HAUSÄRZTE – drei Filme
    AM PULS DER HAUSÄRZTE begleitet vier Hausärzte und zwei Hausärztinnen in ihrem Alltag und eröffnet uns einen Einblick in das Geheimnis ihrer Hausarztpraxen. In der Stadt, auf dem Land und in Bergtälern setzt sich diese Trilogie mitten in die Sprechstunde und lässt uns die ganze Komplexität der Konsultation hautnah miterleben. Dank ihrem tiefen Vertrauen zur Filmemacherin, die selber 20 Jahre als Hausärztin tätig war, berichten die Protagonisten offen über die tiefe Krise, die der Hausarztberuf zurzeit durchläuft. Und sie beteuern ihren Glauben an die Hausarztmedizin, vor allem wegen der Wichtigkeit der Langzeitbeziehung zwischen Arzt und Patient.
    http://www.ampulsderhausaerzte.ch/filme

    Bis bald in Basel – wir freuen uns auf Sie und Ihre Fragen, Ihre Hinweise – die Gespräche und Ihre Geschichten!
    Herzliche Grüsse Susanna Haller, Dr. Michael deppeler und Stefan Mumenthaler – dialog-gesundheit Schweiz

    Reply
    • 2014-03-19 at 08:06
      Permalink

      Ein sehr interessantes Beispiel – vor allem ist ersichtlich, dass es am Anfang immer Probleme mit dem Geld gibt. Die Schweiz ist nicht anders als Österreich. Gratulation zum Projekt und Anerkennung dafür, auch ohne Geld für die gute Sache (weiter) gearbeitet zu haben.

      Reply

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